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Wazuka-cho: eine Übernachtung bei einer Gastfamilie in Japan

Von Francesca Mittwoch, 14.8.2019

Seit meiner ersten Japanreise für Japaventura, die erfolgreich im März 2018 stattfand, werde ich oft gefragt, wie ich auf die Idee kam, einen Aufenthalt bei einer japanischen Gastfamilie in das Reiseprogramm einzufügen. Die häufigste Frage, die dabei gestellt wird, ist: “Wie hast du es geschafft, Vertrauen zu den Familien herzustellen, wenn du nicht jede einzelne persönlich besucht hast?”

Diese und noch weitere Fragen über den Aufenthalt bei japanischen Gastfamilien haben mich dazu inspiriert, einen Artikel zum Thema Gastfamilie in Japan zu schreiben!

 

Die Reisegruppe der französischen Pilotreise im März, vor den Teeplantagen in Wazuka-choDie Reisegruppe der französischen Pilotreise im März, vor den Teeplantagen in Wazuka-cho

 

Wie ihr wisst, hat Japaventura es sich zum Ziel gesetzt, seinen Reisenden unvergessliche, authentische und nachhaltige Erfahrungen zu bieten. Dieses Konzept lässt sich in einer einzigartigen Erfahrung zusammenfassen: der Übernachtung bei einer Gastfamilie. 

Zu diesem Zweck bin ich viel durch Japan gereist, um die besten Aktivitäten zu entdecken und in unseren Reiseverlauf zu integrieren. Im November 2017, nach einigen Wochen in der Kansai-Region, auf der Suche nach einem idealen Ort für den Aufenthalt bei einer Gastfamilie, habe ich von Wazuka-cho gehört. Wazuka-cho ist in ganz Japan für seine Matcha-Grüntee-Herstellung bekannt.

Im Herzen der Teeplantagen

Während meiner Studienjahre in Japan habe ich oft in japanischen Gastfamilien gelebt und dabei erfahren, dass man die Kultur am besten kennenlernt, wenn man am täglichen Leben der Familien teilnimmt. Und genau so erleben unsere Reisenden Wazuka! Nachdem wir mit dem Bus an der kleinen Bahnstation Kamo ankommen, nehmen wir den Bus in das kleine Dörfchen Wazuka. Aus den Fenstern betrachten wir die vorbei fließende Landschaft. Ein schmaler Weg verläuft an einem Fluss entlang; die Teefelder mehren sich. 

 

Michèle und Patrick mit ihrer GastgeberinMichèle und Patrick mit ihrer Gastgeberin

 

Als ich am nächsten Morgen nach dem Frühstück unsere Reisenden frage, was ihnen am Meisten in Erinnerung bleiben wird, erhalte ich als Antwort: die Freundlichkeit der japanischen Gastfamilien sowie die Authentizität dieser Erfahrung. 

Für Japaner ist die Gastfreundschaft eine Kunst! Sie sind stolz darauf, ihr zu Hause zu zeigen und delikate Gerichte aufzutischen. Darüber hinaus haben mir die Gastgeber mitgeteilt, dass es für sie gleichzeitig eine Gelegenheit war, sich mit ihrer Region auseinander zu setzen und dadurch neu kennen zu lernen. Tomo-san erklärt mir: “Unsere Teefelder durch die Augen unserer Gäste zu betrachten, hat uns gelehrt, unsere Region noch mehr schätzen. 

 

Myriam und Serge mit ihrem Gastgeber vor seinem japanischen HausMyriam und Serge mit ihrem Gastgeber vor seinem japanischen Haus

 

Der Austausch von Geschenken

“Wie habt ihr euch mit eurer japanischen Gastfamilie verständigt?”, habe ich den ein oder anderen gefragt. Gemeinschaftliche Antwort: Die Kommunikation mit den japanischen Gastfamilien war kein Problem. 

“Wir haben uns mit ein wenig Englisch verständigt, mit Online Übersetzern sowie dem kleinen Japaventura Wörterbuch, das dem Reisebüchlein beilag. Und außerdem, Francesca, musst du als gebürtige Italienerin doch wissen, wie nützlich die nonverbale Kommunikation mit Händen ist. Selbst in Japan.”  Und tatsächlich ist das so! Die Kommunikation vereinfacht sich durch den gegenseitigen Willen sich miteinander zu verständigen und Bräuche und Traditionen zu teilen. 

Die japanischen Gastfamilien haben sich über die von den französischen Gästen mitgebrachten kleinen Gastgeschenke gefreut. Und alle waren begeistert, als Calissons (französisches Konfekt aus Aix en Provence) und Mochi (gefüllte japanische Klebreis Küchlein) zum Verzehr auf dem Tisch platziert wurden. 

 

Eine der typischen Mahlzeiten, zubereitet von einer GastfamilieEine der typischen Mahlzeiten, zubereitet von einer Gastfamilie

Ich werde nicht zu sehr ins Detail gehen, da ich euch nicht die Überraschung dieser einzigartigen Erfahrung nehmen möchte, aber ich empfehle sehr, einen Abend wie unsere französischen Reisenden zu verbringen, um das ländliche Japan kennen zu lernen. Hier findet ihr das gastfreundliche Lächeln, den grünen Tee - und alles nur eine Stunde von Nara und Kyoto entfernt! Ein köstlicher Grüntee und eine herzliche japanische Familie erwartet euch also in Wazuka-cho!

 

Georgette und ihre japanische Familie haben eine schöne Zeit miteinander verbrachtGeorgette und ihre japanische Familie haben eine schöne Zeit miteinander verbracht

Bis ganz bald in Japan!

 

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